Klettern & Bouldern

Klettertraining, Tipps und Tricks rund um den Kletteralltag

Auf Schatzsuche an der Mangfall

Also das Wetter ist ja wirklich sehr vielversprechend und auf einer der letzten kurzen Radeltouren habe ich einen von Weitem vielversprechenden Boulderblock gesehen. In Mühltahl bei Weyarn am Irschenberg direkt unterhalb der 100m weiter drüber hängenden Autobahnbrücke. Von Weitem sage ich deshalb, weil ich da letztens bei schlechtem Wetter (liegt ja genau unter der Autobahnbrücke, deswegen regnet es da nicht) mit dem Auto und dem Crashpad hingefahren bin und dann von Nahem doch etwas anderes vorgefunden habe.

Ein schöner Durchgang zwischen etwa 8m hohen Wänden bringt viel Atmosphere und sieht toll aus. Doch ein genauer Blick auf den Fels lässt mich ein langes Gesicht ziehen. Insgesamt besteht der Fels aus Kalkablagerungen und gewachsenen Stalagtiden und -miten. Sauscharf das Ganze und nicht wirklich lockend. Mit eiskalten Fingern nicht kletterbar, die Kletterschuhe und das Crashpad packe ich erst garnicht aus.

Ich hänge mich mal mit den Wanderschuhen an den Fels und “durchsteige” im Felsdurchgang den Quergang (nicht fordernd, etwa 3. bis 4. Fb Grad). Ziemlich kalt und doch leicht nass (die Felsen stehen im Wald direkt an der Mangfall). Erdiger Boden lässt meine Freude nicht gerade größer werden. Also zur nächsten Wand. Hier haben schon einige Leute mit Pinel und Farbe ihre Routen markiert aber ehrlich gesagt finde ich das sehr affig. Routenname und Schwierigkeit stehen gleich mit da *augenroll* Sogar einen alten verrosteten Schlaghaken habe ich gefunden.

Jedenfalls bin ich noch ne VIer Tour rauf mit den Bergschuhen und paar mal rumgerutscht. Obenangekommen flasht mich der Ausstieg überhaupt nicht (es gibt keinen sondern der Fels steigt nach der interessanten Wand (3m) noch weitere 6m schräg Richtung Waldabhang auf und ist voll bewachsen). Also runterspringen und noch ein bisschen nach Kletterbarem suchen…Fehlanzeige.

Fazit

Schön aussehende Wände aus Kalk und Muschelgestein direkt an der Mangfall. Eher zum Campen geeignet und für Kinder sicher mal interessant. Der Pfeiler direkt am Fluss ist besteigbar (nicht schwer), aber dann steht man 8m weiter oben und muss irgendwie wieder runter (kein gutes Absprunggelände). Dafür hat man da oben sicherlich nen chilligen Ruheplatz. Ein großes Manko außerdem: Der ganze Wald ist vollgemüllt von der Autopbahn. So viele Glasscherben, Mülltüten etc. habe ich schon lange nimmer gesehen. Aus dem vielversprechenden Spot ist eine herbe Enttäuschung geworden. Hinkommen tut man einfach, wenn man direkt unterhalb von der Autobahnbrücke den Wald zur Mangfall runtergeht. Parken im Ort daneben.

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2 Kommentare

  1. Hi Maxi,

    wenns scho so schlecht ist, warum muß dann jeder Scheiß ins Netz? Langsam werden die kleinen Gebiete (oft gefärdet) immer bekannter, es gibt nen Run drauf und die Lokals haben dann das Nachsehen. Ich hatte an dem Felsen auf jeden Fall schon ne Menge Spaß.

    Gruß Tom

  2. Hmm, da hast du recht. Aber warum sollten da die “Nichtlocals” nicht hin? Jeder hat ein Recht darauf, einen Felsen zu beklettern und das geheim halten finde ich nicht richtig. Außerdem braucht man sich bei dem Spot wirklich keine Gedanken darüber machen, dass er bald überlaufen sein wird…
    Der Gedanke dahinter war folgender: Ich habe einen “Tipp” bekommen, dass man da klettern kann und hatte mich gefreut, etwas in der Nähe zu finden. Da das da unten wirklich nur ne kleine Räuberhöhle mit schlechtem Fels ist, wollte ich die Entdeckung anderen ersparen. -> Somit kommt nicht jeder Scheiß ins Netz.
    Grüße
    Maxi

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