Klettern & Bouldern

Klettertraining, Tipps und Tricks rund um den Kletteralltag

Bionicon Golden Willow

Klettern ist geil, Biken aber auch! Und mit dem richtigen Radl aus den “Tegernseer Alps” umsomehr.

Nun war ich bereits 3 mal draußen mit meinem neuen Bike, einem Bionicon Golden Willow SC 1 und was soll man sagen? - Fett, Geil, Punkt.

Ausstattung

Das Golden Willow von Bionicon ist ein recht langgestrecktes All Mountain/Race MTB mit richtig gutem Federweg bei sehr leichtem (12,6kg) Gewicht. Es gibt natürlich noch die Freak-Version (Golden Willow SC 0) für 5200,-€, komplett ausgestattet mit XTR, X0 Formula RX Bremsen, viel Carbon und leichteren Alexrims. SC steht hier für Scandium und das steht wiederum für eine sehr leichte und stabile Aluminiumlegierung, die beim Rahmen etwa 300 Gramm gegenüber einem herkömmlichen Alurahmen rausholt. Konsequent wäre da natürlich das Golden Willow SC 0, denn hier stehen lediglich 11,8 kilo auf der Waage, die sich sicherlich noch mit Titanschrauben, anderem Sattel und weiteren Kleinigkeiten auf unter 11,5 Kilo drücken lassen, aber so Race orientiert bin ich dann doch nicht. Aber auch ein Framekit ist erhältlich für all diejenigen, die bereits viel geschraubt haben, noch ein paar Parts übrig haben oder  sich ein eigenes Bike zusammenstellen möchten und somit vielleicht auf knapp über 11kg kommen wollen.

Ein Bike mit 150mm Federweg vorn und 125mm hinten?

Braucht man das? Zuvor hatte ich vorn 120mm und hinten 100mm und war doch auch zufrieden!? Nagut, ich wollte ein schnelles Bike, das trotzdem richtig Federweg hat und auch mal ein bisschen mehr Gespringe und Trails aushält. Bionicon Bikes sind allerdings keine reinen Freerider oder Trailbikes, das unterstreicht Bionicon immer wieder. Was aber kein Bike besser kann als ein Bionicon, ist das RAUF und das RUNTER so gekonnt zu verbinden. Und das kann ICH nur unterstreichen, denn: die gesamte Geometrie des Bikes lässt sich per Knopfdruck stufenlos verstellen. Man kann die Double Agent Federgabel von 150mm auf bis zu 70mm runterfahren und pumpt dabei über ein Schlauchsystem mehr Druck in die Dämpferplattform, die den Dämpfer dadurch etwa 2cm ausfährt. Die Geometrie ist somit wie die eines Hardtails und das Bike geht den Berg rauf wie ein superleichtes Racing MTB. Oben angekommen drückt man wieder den Knopf und verschiebt sein Körpergewicht nach hinten und die Gabel fährt wieder aus – total easy.

Was ergibt sich daraus?

Wanderwege mit Holztreppen hinab? -kein Problem

Steilstes Geröll hinauf? -kein Problem (aber mit den richtigen Reifen, z.B. Big Betty v. Schwalbe)

Rampen, Wellen, wirklich unebenes Gelände? -kein Problem

Lange Strecken und Transalpintouren? -liebt das Golden Willow

Welche Touren / Fazit

Das Bike ist relativ lang gestreckt, wer also schnell und hart radelt, für den ist dieses Ding super geeignet. Es gibt allerdings auch das Edison, das die deutlich aufrechtere Position mit kürzerem Oberrohr erreicht. Auf der Bionicon Seite sind die Einsatzgebiete der Bikes mit kurzen Worten dargestellt, hier findet jeder genau das, was er will.

Die letzte ernsthafte Tour (und auch meine erste größere in diesem Jahr) war über Feilnbach, Wirtsalm und Farrenpoint über Schubräualm nach Brannenburg (einfach etwa 35km, etwa 900hm). Bis zu 25% Steigung auf matschigem und nassem schroffen Gelände bei etwa 5° haben mir ganz schön den Nerv geraubt. Leider ist die Standardbereifung (Racing Ralph) mehr als miserabel für eine solche Tour, da hätte ich einfach bei der Bestellung aufpassen müssen. Ansonsten klettert das Ding wie ein Hardtail und fährt sich super durch jede noch so unwegsame Passage. Ich bin hin und weg.

Weitere Infos:
>> Bionicon
>> Blog Bionicon
>> Bionicon bei Bergzeit
>> Bionicon Tesla Bike

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