Klettern & Bouldern

Klettertraining, Tipps und Tricks rund um den Kletteralltag

Boulderwelt – Klettern ohne Furcht und Tadel

Klettern ohne Furcht und Tadel – So wirbt die neu entstandene Boulderwelt am Münchner Ostbahnhof, fast gegenüber vom Heaven’s Gate (ebenfalls eine Kletterhalle). Und dabei meinen die Geschäftsführer der Boulderwelt – Dave Cato, Markus Grünebach und Thomas Peter das Bouldern, also Klettern in Absprunghöhe.

 Bouldern boomt ja wie wahnsinnig und somit war es auch nicht verwunderlich, dass zur Eröffnung am 10 Juli über 150 Teilnehmer an den frisch geschraubten Problemen hingen. Genaueres unter http://www.boulderwelt.de/home.html

Leider war ich an diesem Wochenende verhindert (schöner Ausdruck für Arbeiten …) und konnte nicht mit. Allerdings war ich nun mal vorgestern in der Boulderwelt und habe mir einen ersten Eindruck verschafft.

Ein erstes Highlight kann man schonmal hier links betrachten, die richtig geile Systemwand mit rechts und links gleichen Griffen und Boards. Ein Hingucker schlechthin und wirklich gewaltig. Allerdings dürfte diese Wand nur den Profis vorbehalten sein, denn die Griffe sind an der überhängenden Wand doch sehr sportlich (viele Sloper).

Die Boulderwelt

Blick von der Loge, rundherum wird geklettert

Zwar ist die Boulderwelt ziemlich teuer, 8,50 Eintritt ist schon eine Menge Geld. Allerdings lohnt es sich, denn es eröffnet sich einem tatsächlich eine eigene Welt nur für Boulderer. Die Probleme sind weiträumig geschraubt und man hat viel Platz. Auch das viele Publikum, das in der Halle umeinanderkraxelt, verläuft sich ganz gut!

Auch ein großes Lob an die Schrauber für die vielen interessanten Probleme. Sicher wird in nächster Zeit noch mehr dazukommen, denn auch die Boulderwelt ist nicht unbegrenzt groß, da sollte man sich nichts vormachen. Und gerade weil die Boulder so übersichtlich geschraubt sind, wird ein erfahrener Boulderer wahrscheinlich bald die meisten Probleme (wenn er sie denn schafft) gemacht haben.

Sehr schön ist die gelungene Atmosphäre und die Lage. Direkt mit dem Auto davorzufahren und nachher noch einen Trinken gehen zu können (Münchner Meile am Ostbahnhof) hat schon was. In einer Lagerhalle mit Rolltoren *g* haben die Jungs einfach große Matten reinlegen und ein paar Wände reinbauen lassen und sonst auch nicht viel von der vorhandenen Struktur versteckt. Eine gute Musikauswahl bei Pizza und Bier runden das Ganze ab. Junge, unverkappte Atmosphäre einfach.

5 Meter hohe Wettkampfwand

Die Höhe von bis etwa 5 Meter ist schon recht ordentlich und vor allem an der Wettkampfwand überlegt man sich dann doch mal, ob man noch den einen Zug auflösen und womöglich irgendwie runterpurzeln möchte.

Auch für Kinder ist ein kleines Separee mit leichteren Bouldern geboten (bis 10 Jahre).

Preise sind vor 16 Uhr unter der Woche günstiger, Mittwoch ist ab 22 Uhr Happy Hour (alle Getränke zum 1/2 Preis) und es gibt 3, 6 und 12 Monatskarten.  Und noch etwas für Einsteiger: Dienstags und Donnerstags finden kostenlose Einführungskurse statt! Also ist sicherlich für jeden etwas dabei.

Wir sind uns einig: Daumen hoch!

Und schon kann ich wieder die Climb on Salbe gebrauchen ...

Tipp: Nehmt ein kleines (!) Vorhängeschloss für einen Spint mit.

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10 Kommentare

  1. - GUTER BERICHT- Aber 8,50 € finde ich im Vergleich zu den anderen Münchner Kletterpuffs nicht teuer. Klar ist im High East das Bouldern günstiger, aber über die Fläche des Boulderbereichs, muss man nicht reden. ;o)

  2. Hmmhmm, irgendwie klingt bei mir halt noch der Mittagspreis vom Heaven’s Gate von 4,50€ im Ohr, weiß nicht, ob das immernoch so ist.
    8,50€ ist schon ne Menge Geld für den relativ geringen Aufwand einer reinen Boulderhölle und wenn man öfter kommen möchte. Dafür gibt es aber ganz nette Staffelungen für 3, 6 und 12 Monatskarten.
    Eine DAV Ermäßigung würde mir fehlen, aber das Bouldern ist ja nicht auf den DAV beschränkt, somit versteh ich auch, dass es das nicht gibt. Für die Münchner Stadtkinder gibt’s halt aber auch wenig Alternativen ;P

  3. “für den relativ geringen Aufwand einer reinen Boulderhölle” Naja – wenn man die Wände aufeinander stellt, ergibt es eine Kletterhalle in der Größe von High East oder Havens Gate. Somit dürfte der Aufwand nicht geringer sein. Im Gegenteil, die Wände sind von der Konstruktion aufwändiger. Die Fläche, die geputzt werden muss, ist sogar größer als in den besagten Hallen.

    Und seit wann ist München günstig ;o)

    Die DAV Ermäßigung kommt daher, dass der DAV (Hauptverein) und die Städte keine Hallen unterstützen die Privat gebaut werden. Da wir gerade selber einen Hallenerweiterung planen, weiß ich das diese Zuschüsse nicht gerade wenig sind (ca. 40% unsere Kosten). Deshalb haben sich auch ein mal die Privaten Hallenbetreiber darüber geärgert. Denn auch eine DAV Halle macht gewinnen und wenn diese zu groß sind, verpachtet man die Halle einfach. Somit ist das Finanzamt auch wieder ruhig gestellt. ;o)

  4. Die Halle und die Boulder sind sehr schön, die Atmosphäre ist ebenfalls angenehm, WENN, ja WENN man denn mal drin ist. Der unsägliche Zustand an Kasse und Bar macht einem nämlich den ganzen Spaß teilweise schon vorher kaputt.

    Das schlimmste daran ist, dass die Chefs hinter dem Tresen stehen und sich nicht um den Andrang scheren oder gar unterstützend tätig werden. Der kurzfristige Erfolg hat hier wohl schon Spuren hinterlassen.

    Ist man dann an der Kasse angekommen wird im PC händisch nach dem registrierten Namen gesucht. Schreib- und Tippfehler tun ihr übriges – die Schlange wird länger und länger. Weshalb man hier nicht mit Plastikkarten respektive Strichcodescannern arbeitet bleibt ein Rätsel.
    Wer derweil am anderen Ende der Theke etwas bestellen möchte ist hoffnungslos verloren.

    Jedenfalls erinnern die Zustände zunehmend an die Halle in Thalkirchen. Unsere komplette Gruppe ist aus diesem Grund trotz Mehrpreis in die Boulderwelt gewechselt. Wie lange es dort noch gut geht bleibt abzuwarten.

  5. Recht hast! Das Ganze ist doch recht undkoordiniert bzw. schlecht durchgeplant. Mir erschließt sich das sowieso nicht, warum man immer Namen und Adresse abgeben muss. Aus Versicherungsgründen kann’s wohl kaum sein, denn jeder kann die Hallenregeln lesen und akzeptiert diese mit dem Eintritt. Oder?

  6. Ich bin noch recht neu in der Boulderwelt aber vom Aufbau, der Atmosphäre und den Leute kann man einfach nur sagen. TOP!

    Wie auch meine Vorredner ist der einzige Knackpunkt der Eingangsbereicht, der je nachdem einfach Platzmäßig zu knapp Bemessen ist da es sich hier öfters Staut.
    In der Zwischenzeit mal eben ne Buttermilch etc. zu Kaufen kann dann auch dauern.

    Eine Lösung mit Karteneingang für Jahres & 11er Karten wäre eine z.B. Top anschaffen. Wer einzeln Zahlt oder noch Schuhe Ausleihen kann dann üebr den normalen Weg über die Theke gehen, diese wäre dadruch sicher entlasstet.

    Jedoch muss man hier sicher auch berücksichtigen, das die Boulderwelt noch recht neu ist und vorerst grüne Zahlen geschrieben werden müssen bevor weitere Optimierungen stattfinden.

    Sonst Daumen hoch.

    PS: (Vielleicht an Tagen die generel eher wenig Besucht sind vielleicht noch feste Aktionspreise festlegen um auch an den Tagen mehr Besucher zu bekommen. Oder auch wer erst ab einer bestimmten uhrzeit kommt Zahlt weniger.)

    Es gibt immer viele mehr oder weniger gute Optimierungsweisen aber Gedanken drüber machen schadet nicht und Anregungen schaffen auch nicht.

    Grüße Andi

  7. Habe gestern gesehen, dass im Eingangsbereich die Handwerker werkeln. Was genau die da machen (sah nach Bodenlegen aus) weiß ich nicht. Vielleicht wird an diesem Problem ja gearbeitet.
    Man wirds sehen am Samstag bei den Soulmoves!
    Grüße
    Maxi

  8. Hallo Maxi,

    die Handwerker haben die Mauer verkleidet, sonst nichts. Stichwort Soulmoves ist gut. Man bezahlt nämlich seit dieser Veranstaltung 100% Eintritt für 50% Boulder. Mal sehen wie lange es dauert bis die Boulder wieder vernünftig, d.h. für den Alltagsbetrieb tauglich geschraubt sind.

    Gruß,
    Marco

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