Klettern & Bouldern

Klettertraining, Tipps und Tricks rund um den Kletteralltag

Deadpoint

Deadpoint, eine Technik, die wie kaum eine andere nach wilder Akrobatik klingt. Dabei sagt der “Tote Punkt” nichts wieder aus, dass genau im Scheitelpunkt einer Bewegung, im kurzen Moment der Schwerelosigkeit, gegriffen werden sollte.

Am deutlichsten wird dies bei Dynamos. Ein Dynamo, sagt man, ist endgültig, d.h. die Bewegung klappt oder sie klappt nicht und man fällt. Vielleicht kann man sich auch abfangen, aber wenn ein Dynamo wirklich am Limit ist, gibt es meist nur die zwei Ausgänge.

Zum Ablauf: Beide Hände und Füße sind an der Wand, eine Ausholbewegung leitet den Schwung zum anvisierten Griff ein, der KSP wird also gesenkt um dann besser beschleunigt werden zu können. Die Beschleunigung erfolgt zuerst mit der Hüfte, der Oberkörper zieht nach und erst kurz vor dem Ende der Bewegung löst sich die zum Greifen destinierte Hand und schnellt zum Griff. Wie bei einem Pendel wird der Körper gegen Ende der Bewegung immer langsamer und kommt schließlich zum Stillstand. Dies ist der Moment der Platzierung der Finger und es bleibt genug Zeit, um den Griff zu antizipieren und ihn optimal zu greifen. Nun beschleunigt der Körper wieder zurück (wie ein Pendel) und man versucht die neue Kletterposition zu stabilisieren. Vielleicht kommt ein oder beide Beine, man gleicht mit der Hüfte den Schwung aus oder man schreit einfach nur :>

Im Toten Punkt zu greifen ist immer anders, jede Griffkombination, die Entfernung der Griffe und Tritte, die Neigung etc. erfordert eine speziell abgestimmte Bewegung. Man darf nicht zu wenig beschleunigen, sonst erreicht man den Griff nicht. Zu viel ist aber auch nicht gut, sonst kann man nur imer wieder herunterfallen den Griff belasten und fatzt wahrscheinlich ab. Der KSP sollte möglichst nahe an der Wand sein, sonst zieht es die Finger regelrecht vom Griff. Übung macht hier den Meister!

Dynamo 1 - Hier mache ich das Ganze extre langsam vor. Man sieht schön die Ausholbewegung, lange Arme und ein spätes Greifen. Wo ist aber der Fehler und warum?

Dynamo 2 - Hier das Ganze wirklich dynamisch. Was ist besser?

Auflösung

Dynamo 1

Dynamo Nummer 1 ist langsam gemacht worden. Ich habe damit nicht den optimalen Schwung und kommt mit meinem Körper nicht nahe genug an die Wand ran. Kompensatorisch streckt sich der Arm wodurch er nichtmehr so gut federn kann. die zwei Sachen haben zur Folge, dass ich vom Griff wegfatze.

Dynamo Nummer 2 führt mich richtig an die Wand ran. In der Zurückpendelbewegung kann ich noch den Arm strecken, um ein wenig Schwung abzufangen. Im Deadpoint hatte ich durch meine optimale Streckung des Körpers genug Zeit, den Griff richtig zu greifen.

Dynamo 2

Schlagworte: , ,

Kommentar schreiben