Die neue Leichtigkeit
Wow, Edelrid setzt nach dem Loopo noch eins drauf: Den Loopo light mit nur 150 Gramm. Und wäre das schon nicht genug (oder eher zu wenig), kommt Camp auch noch mit dem leichtesten Hüftgurt am Martk daher, nur 95 Gramm! Irre.
Die zwei Dinger sind ja eigentlich nicht zum klettern gemacht, sondern absolute Hochtourengurte bzw. Notfallgurte oder auch für den Klettersteig. Ich habe mir beide trotzdem mal umgeschnallt, um zu testen, wie sich so ein Hauch von nichts wirklich anfühlt.
Der Loopo Light
Er besticht wie sein “großer Bruder” durch grün-schwarze Eleganz. Der Edelrid Loopo Light hat verhältnismäßig breite Beinschlaufen (so um die 6 cm) und glänz mit 150 Gramm auf der Waage. Was wirklich gut ist, ist der Schnellverschluss, aus poliertem Alu – sehr edel(rid) und das Slide Rail Verschlusssystem mit den beiden gut gelungenen Materialschlaufen. Hier lassen sich auch wirklich genug Expressen einklippen, sodass ich mir durchaus vorstellen könnte, mit dem Loopo Light zu klettern, ehrlich. Die Passform ist gut, man sollte auch für die L Größe nicht allzuviel auf den Hüften haben. Beim Hängetest macht er eine relativ gute Figur (verglichen mit dem Camp), auch wenn er logischerweise kein Comfortgurt ist.
Wer einen unglaublich leichten, kompromisslosen Sportklettergurt sucht, der außerdem ein richtiges Leichtgewicht auf jeder Tour ist, der wird hier fündig. Vom Packmaß her ist das Ding einfach eine Schau und für 39,95 € ist er einer der günstigsten Gurte! Hier gibt’s den Loopo Light.

Die Aluschnalle dient zum vorzeitigem Fixieren, das Seil muss aber wie beim Loopo durch die Schlaufen durch!
Der Camp Alp 95
War ja klar: Es gibt einen Hüftgurt unter 100 Gramm. Was wie ein Aprillscherz klingt, ist in Wahrheit der Leichtigkeitswahn der Italiener. Camp bricht mit dem Alp 95 alle Maßstäbe. Ein noch kompromissloserer Gurt, als der Loopo Light. Dünnere Beinschlaufen, eine winzige Rückschlaufschnalle und zwei eigentlich nicht vorhandene Materialschläufchen. In Größe M passt mir der Gurt wirklich gut, sitzt knapp und lässt sich Rückschlaufsystem typisch eher schlecht schließen. Eine Katastrophe mit Handschuhen sicherlich, dafür spart die kleine Schnalle bestimmt 5 Gramm…
Im Hängetest bewahrheitet sich meine Vermutung: So müssen sich String Tangas anfühlen. Nichtsdestotrotz: Der Camp Alp 95 ist der leichteste und kleinste Gurt am Markt. Zum Sportklettern taugt er wenig, aber sein Packmaß ist unübertroffen und als Notgurt oder Hochtourengurt ist er immer perfekt. Wer wirklich auf jedes Gramm schaut und seinen Gurt bei der Hochtour/Skitour/Gletschertour oder dem Klettersteig absolut nicht merken möchte, ist mit dem Camp Alp 95 sehr gut beraten. Zum Klettern ist der Alp 95 zu puristisch. Hier gibt’s das gute Stück.
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Den Loopo Light hatte ich auch schon getestet und war erstaunt wie bequem er sitzt. Für die Halle eine Alternative. Was mir nicht so gut gefällt sind die sehr niedrigen Einbindeschlaufen, wodurch beim Sturz die Gefahr kopfüber zu fallen vermutlich steigt. Ich bin ihn nicht geklettert, sondern nur reingesessen. Da kam’s mir auf jeden Fall so vor.
Hast du ihn gekauft, oder auch nur anprobiert?
Grüße Chris
Nur anprobiert. Ich gehe keine Hochtouren (zumindest bisher nicht) und bin auch kein Gewichtsfetischist.
Somit ist das nicht die erste Wahl eines Klettergurtes für mich.
Wegen den niedrigen Schlaufen würde ich mir keine Sorgen machen, das mag am Anfang weiter unten aussehen, der Drehpunkt ist ja aber immer die Summe aus Hüft- und Beinschlaufen und die ist bei jedem gut sitzenden Sportklettergurt in etwa gleich. Auch dürfte die ganze Geometrie dem Loopo doch absolut nachempfunden sein und da gabs bisher ja auch keine Beschwerden.
Maxi