Ein eigener Boulderkeller! Teil 3
Kommen wir zur Feinarbeit:
Die Boulderwand steht, alle Fenster sind an der Wand, die Balken sind gut miteinander verschraubt, die Platten sind richtig „draufgespaxt“.
Jetzt nur noch die Kanten mit einer Schleifmaschine oder Schleifpapier glätten und es kann ans Griffe Kaufen und Einschrauben gehen.
Welche Griffe benötigt man? Das kann man schwer sagen, kommt auf die Größe der Boulderwand an und wie viel man sich darin bewegen möchte. Habt ihr nur eine kleine Boulderwand und wollt einzelne Züge nachmachen, so reicht erstmal ein Set von etwa 50 Griffen. Meine Boulderwand hat auf den Fotos etwa 300 Griffe, die nächsten 100 sind aber schon wieder gekauft.
Wichtig ist beim Kauf der Klettergriffe auf Folgendes zu achten:
- Achtet auf die Größe der Griffe, auf Ebay oder auf Klettershops sind immer Karabiner mit abgebildet, die die „wahre“ Größe verdeutlichen sollen. Auch Größenangaben von s bis xxl, mega, giga usw. sind geläufig. Kauft euch erstmal einzelne Griffe und schaut euch die Schraubenlöcher an und vergleicht dann die Größe im Internet. Die Löcher sind nämlich immer gleich groß und somit gibt es weniger Überraschungen! Wirklich sehr empfehlenswerte Griffe gibt es von Art Rock und Lapis, vor allem aber von Metolius.
- Befestigung der Griffe nur mittels M10 Senkkopf oder Zylinderkopf Schrauben mit Innensechskant. Achtet auf die vom Hersteller vorgeschriebenen Anzugsmomente, die Griffe zerspringen, wenn man zu sehr anzieht. Möchte man die Griffe gegen Verdrehen schützen (bei der glatten Holz- Boulderwand unbedingt zu beachten!), dann schraubt den Drehpunkt intelligent und klebt doppelseitiges Klebeband hinter die Griffe. Oder ihr achtet gleich darauf, dass sie einen Verdrehschutz in Form eines zweiten Spaxloches haben.
- Versucht von Anfang an große Griffe zu kaufen, gerade, wenn ihr ein Dach an eurer Boulderwand habt. Sparen bringt da meistens nicht so viel, um richtig waagerecht klettern zu können braucht man schon ordentliche Henkel.
Hat man nun die Griffe, sollten die kleinsten in einem 1m hohen Streifen angebracht werden, das sind die Tritte. Darüber kommen erst die Griffe für die Hände. So gehen auch Sitzstarts an der Boulderwand. Achtet darauf, dass ihr die Griffvarianten ausnutzt, mir ist es am Anfang passiert, dass ich schwere Routen gebaut habe, wo man nur winzige Aufleger zu greifen hatte. Lieber an definierten Tritten sparen und dafür Untergriffe, Zangen, Henkel, Sloper, Hooks usw. sinnig einbauen!
Hier noch der Bau meiner neuen „Struktur“:
Man kann wunderbar auch weitere Holzskultpuren an die Boulderwand schrauben, als Befestigung habe ich eine Einschlagmutter “missbraucht” und das Teil dann innen mit Winkeln an die Boulderwand geschraubt.




