Klettern & Bouldern

Klettertraining, Tipps und Tricks rund um den Kletteralltag

Ein eigener Boulderkeller! Teil 4

Etwa 250 Griffe

Etwa 250 Griffe

leere Wand mit Spaxgriffen

leere Boulderwand mit etwa 60 Spaxgriffen

Mal wieder habe ich mir gedacht, dass mir die Routen meiner Boulderwand zu langweilig sind und nicht ausgeklügelt genug. Man braucht ja immer ständig neue Herausforderungen und somit habe ich mal alle Griffe abgeschraubt, das ist schonmal Herausforderung genug, wie man sieht. Und dabei ist mir Folgendes eingefallen:

Perfekte Schraubenlänge1.

Man sollte unbedingt auf die Schraubenlänge achten. Denn wenn die Schraube zu kurz ist, reißt man vielleicht die Einschlaugmutter kaputt und wenn sie zu lang ist, steht sie womöglich bis in einen Unterkonstruktionsbalken. Wie bereits in früheren Teilen beschrieben, kann man ja Platten von verschiedener Stärke verwenden, um eine Boulderwand zu bauen. Ich habe blöderweise 1,8cm und 2,2cm Platten an meiner Wand und somit varriert immer die Länge der Schraube, die übersteht. Am günstigsten wäre es, die Schraube so lang wie auf dem Bild zu wählen. Ja warum eigentlich diese Schraubenlänge? -Die optimale Haltekraft wird erreicht, wenn die Schraube wenige Millimeter übersteht.

2.

Beachtet immer, dass ihr ausreichend große Henkel habt, sonst sind athletische Moves nicht drin und ihr steht nur an der Boulderwand und presst eure Fingerchen auf kleinste Leisten. Kleine Tritte kann man sich immer noch dazukaufen! Gerade durch meine letzten Käufe wurde es möglich, Hooks, Dynamos und wirklich lange und harte Züge richtig auszukosten. Das geht nur mit wirklich durchdachten und vor allem großen (ich kann das nicht oft genug betonen!) Griffen an der Boulderwand. Ein wirklich absoluter Knaller sind die Metolius Griffe – leicht, superporös aber nicht äzend zum greifen, mitgelieferte Schrauben und absolut tolle Formen. Ich habe mir das Metolius Modular Naturals 15 Pack gekauft und bin wahnsinnig zufrieden – das 40 Pack ist sehr vielversprechend, wenn man gerade erst anfängt, sich Griffe zuzulegen! Für das Dach eignen sich Art Rock Griffe wahnsinnig gut, da habe ich Sets wie Power und Handle Three, die haben wirklich sehr sehr gute Dachhenkel.

3.

Denkt daran, dass nichts im Weg liegt bei der Schraubarbeit. Habe gestern meine neue Route ausprobiert und mir erstmal gehörig den Knöchel angestoßen, weil ich beim Hooken abgerutscht bin. -outch! :>

4.

Demnächst mache ich Bilder der neuen Boulderwand Routen, aber bisher sind erst 4 oder 5 dran (manche kann man auch sehr gut in Rückrichtung gehen, dann sinds nämlich fast doppelt so viele Routen :>)

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4 Kommentare

  1. Moin!
    Vielen Dank für die tolle Bauanleitung deiner Boulderwand!
    Ich habe mir nun auch, wenn auch in sehr viel kleinerem Stil, eine Neigungsverstellbare Wand gebaut.

    Sie steht kurz vor der Vollendung und ich mache mir schon viele tolle Gedanken zum Boulderschrauben.
    Die Grundidee war es, harte Schlüsselstellen von Routen aus der Kletterhalle nachzuschrauben und einzuüben. Aber es sollen ja auch neue Bewegungsformen ausprobiert und verbessert werden…

    Nach welchen Anhaltspunkten schraubst du deine Boulder? Überlegst du dir im Voraus, welche Bewegungen du machen möchtest, oder schaust du dir die Griffe, die du zur Verfügung hast, an und machst spontan was draus?

    Falls du mal garnichts zu Tun hast, kannst du auch einige interessante Probleme/Bewegungen/Ideen von deinem Boulderkeller / deiner Boulderhalle in deinem Blog hochladen !

    Bis dann!

  2. Vielen Dank auch für deinen guten Kommentar! Freut mich, dass du dir deine eigene Kletterwand realisieren konntest, für die meisten bleibt’s ein Traum.
    Zu den Bouldern: Ich habe ganz am Anfang (oder auch bei allen folgenden “Umschraubaktionen” versucht, mit den Farben verschiedene Boulder zu schrauben. Hier wollte ich einfach lange Boulder machen, die zum Aufwärmen gut sind (das ist auch mein Tipp für alle, die eine größere Wand haben).
    Später habe ich aber schnell gemerkt, dass das Probleme schrauben für sich selbst ein paar Nachteile hat: Man schraubt fast nur Dinge, die man sich selber vorstellen kann und somit bleibt man auch auf seinem Niveau der Bewegungskünste. Vielleicht wächst die Kraft, aber das ist bei weitem nicht das entscheidenste beim Klettern.
    Besser ist es, du lässt dir Boulder von Kumpels schrauben/definieren, egal ob sie Ahnung haben oder nicht, dabei kommt immer ganz lustiges Zeug raus und man wird kreativ gefordert.
    Für eine kleine Neigewand wie du sie haben wirst, ist es allerdings das sinnvollste, sich bestehende Probleme aus Kletterhalle oder Fels selber nachzuschrauben und diese zu üben. Wirklich kreative komplette Boulder kann man ja selten machen an einer 2×3m Wand :/
    Ich denk dran, dass ich des nächste Mal Boulder aus meinem Keller poste…
    Wünsch dir viel Spaß!

  3. Servus und hallo,
    wollte mal fragen, ob du evtl. Bilder von der Befestigung der Schräge an der Decke hast.
    Und evtl. noch welche von der Unterkonstruktion der Schräge.
    Dank dir.

    Timo

  4. Ne, hab i leider keine (mehr?). Im Prinzip nicht anders, als die Fenster für die geraden Wände. Und dann überlegst du dir einfach, wie du das Fenster am besten mit den Balken an der Wand/ der Decke verschraubst. Am Ende halten sowieso die daraufgeschraubten OSB Platten die ganze Konstruktion stabil und nicht die Unterkonstruktion, hier kann man also ruhig ein wenig “pfuschen”. Ich bin ja auch kein Zimmerer und hab immer so lange gebastelt, bis es geklappt hat. Merk dir nur, wo die Balken langgehen, damit du die Platten ordentlichdrauf schrauben kannst.

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