Klettern & Bouldern

Klettertraining, Tipps und Tricks rund um den Kletteralltag

Ein eigener Boulderkeller! Teil2

zuerst die Planung

Die Vorausplanung sei also einmal abgeschlossen, die Einkäufe so gut es geht erledigt. Jetzt geht es an die Unterkonstruktion für die Boulderwand.

Diese ist das Schwierigste an der ganzen Konstruktion. Eine OSB Platte hat Abmessungen von 2,50m x 0,675m und auch mit einzubeziehen ist die Stärke der Platte, gerade bei Schrägen/Überhängen und über Eck Bauten!! Man braucht für die Boulderwand eine Unterkonstruktion, weil die Schrauben der Griffe nicht immer genau 2,3cm herausstehen, sondern auch mal länger sind und dann würden sie gegen die Wand drücken, bevor der Griff überhaupt fest ist. Außerdem wird so die gesamte Boulderwand um einiges steifer.

Holzrahmen für OSB Platten2Holzrahmen für OSB PlattenFür die Boulderwand Unterkonstruktion bastelt man sich „Fenster“ aus dem 6×6cm Holzbalken. Bei einer Seite, die breiter als 67,5cm ist, schließt sich ein weiteres Fenster an, nur teilen sich diese beiden Fenster jetzt eine Seitstrebe. Jedes Fenster hat eine insgesamte Breite von 67,5 plus 2×3cm = 73,5cm. Das kommt deshalb zustande, weil ja die Platten aufgeschraubt werden müssen und genau zur Hälfte einen Balken abdecken müssen. Die Höhe des Fensters ist logischerweise gleich, wie die Höhe der Platten.

Jetzt werden mit dem Forstnerbohrer Löcher rein gefräst (etwa 1,5cm tief) und in der Mitte dann nochmals mit dem 8er Bohrer ganz durchgebohrt. Jetzt noch die Balken untereinander mit Winkeln verbinden. Zum Schluss werden die Fenster mittels den 8er Schrauben, Beilagscheiben und 10er Dübeln an die Wand geschraubt.

In einer Wand sind meistens Ziegel, die Dübel können also mal nicht greifen, das macht in der Senkrechten eher wenig, weil die Belastung ja die Dübel nicht herauszieht, sondern nach unten drückt. Die Decke eines Zimmers besteht allerdings immer aus Beton, hier halten die Schrauben ungemein gut, man benötigt etwa 4 Schrauben pro Fensterrahmen wie oben gezeigt. Nur sollte man darauf achten, dass die 4 Ecken und die Mitte jeweils eine Schraube abbekommen, damit sich die Boulderwand nicht von der Decke wegzieht bei Belastung.

Schrägen bekommt man am leichtesten mit sog. Balkenschuhen an die Decke. Eine Verstrebung nach hinten zur Wand ist aber sicherlich noch eine weitere gute Stabilisierungsmaßnahme.

Jetzt schneidet man sich mit der Handkreissäge die Platten zurecht, Bohrt mit dem 11er Bohrer von vorne das Bohrlochraster und schlägt von hinten die Einschlagmuttern mit einem Eisenhammer ein. Dann werden die OSB Platten an den Balken mittels Spaßschrauben fixiert. (wie schon einmal erwähnt etwa alle 20-30cm eine). Nutzt dabei auch noch gleich Nut und Feder der OSB Platten, das garantiert noch weitere Stabilität an der Boulderwand.

kletterkellerHier sieht man die Beinahe fertige Boulderwand im Panorama. Die Fenster sind an der Wand und es müssen nur noch die Platten aufgeschraubt werden.

Schrägen der Boulderwand

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2 Kommentare

  1. “…Die Decke eines Zimmers besteht allerdings immer aus Beton…”

    Hier muss ich widersprechen! Unsere Decken bestehen im Keller aus Hohlziegeln. Die Zimmerdecken in den übrigen Geschoßen sind aus Holzbalken!

    Gruß vom Largo

  2. Na schön, in einem normalen Haus eben. Hier werden sehr oft gerade für den Keller Betonestriche genommen. Mal ganz davon abgesehen ist das hier ja kein HeimwerkerBlog sondern was fürs Klettern. Man verzeihe mir meine Unzulänglichkeiten in diesem Punkt.
    Übrigens ist Holz ja noch besser als alles andere. Man kann hier direkt verschrauben ohne, dass Bohren und Dübeln nötig wird. Vorausgesetzt das Haus gehört sir selbst ;P

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