Tipps und Tricks beim Bouldern 1
Ich werde von nun an hoffentlich öfter mal mit der Kamera in der Boulderwelt rumspringen und meine Lehrlinge sowie andere Boulderer fotographieren. Herauskommen sollten (ab dem nächsten Mal auch mit besserer Kamera) hoffentlich einsichtliche Bewegungen, die euch helfen, das Bouldern besser zu verstehen. Tipps und Tricks wird das Ganze genannt und ich hoffe, viele Schnappschüsse einfangen zu können.
Zug mit Heelhook
Recht kraftig ist dieser Zug mit gesetztem Heelhook wenngleich sicher die beste, automatischste und vielleicht sogar einzigste Lösung. Man sieht den Unterschied zwischen mir (der mit Glatze) und dem darauffolgenden Boulderer. Ich hänge noch und sehe mir gerade den nächsten Griff an, das Bein muss dabei wirklich angespannt sein und den Zug der Arme erleichtern, damit der fast dynamische Zug möglich ist. Da das Bein nur leicht versetzt oberhalb des KSP (Körperschwerpunkt, etwa beim Bauchnabel) hookt, kann hier viel Kraft weggenommen werden.
Der zweite Boulderer ist schon im Endstadium der Bewegung und vollführt den Zug nach oben ganz toll ohne viel Dynamik. Das Bein zieht dazu richtig kräftig an und wechselt dann von Heelhook zu aufgesetzt. Der KSP rutscht sehr schön fast über den Fuß und somit ist das Weitergreifen ein Kinderspiel. Hierzu benötigt man natürlich eine gute Hüftbeweglichkeit!!!
Zangengriffe ausnutzen
Eine Zange ist etwas tolles. Nicht nur das Werkzeug kann super zupacken, auch mit unseren Händen können wir Zangengriffe nehmen. Gerade im löchrigen Fels finden sich immer wieder zwei Löcher, die alleine unhaltbar, zusammen als Zange genommen aber recht stabil sind. So auch im folgenden: Den Griff habe ich bei meinem Versuch lediglich als Seitgriff genommen. Das erschwert die Pendelbewegung, die von rechts nach links nötig war, sehr, da der Griff so ja fast ausschließlich nach links belastet wird. Der Griff war aber doch so gut, dass das auch ohne Probleme ging, ökonomischer wäre es dennoch, wie auf Bild zwei zu sehen, mit einer Zange gewesen. Der Zangengriff gibt einfach einen viel besseren Kraftschluss. Also merke: Dort wo eine Zange ist, versuche sie zu nutzen.
Ausnutzen von Schwung
Bei den folgenden zwei Bildern sieht man einen Boulderer, der an einer wirklich fiesen kleinen Kante (rotes Problem) einen Griffwechsel machen muss (ein Dyno zu dem roten Marsgriff geht wirklich nicht). Dabei geht unweigerlich die Tür auf und man muss die rechte Hand loslassen und mit dem linken Daumen gleich mit drauf gehen (kleine Zange). Dabei schwingt man nach rechts und fasst gleich wieder den Marsgriff und stabilisiert sich dort. 
Leichtere und kleinere Boulderer haben hier den Vorteil, dass sie nicht so stark rauspendeln und kompakter an der Wand stehen. Auch die kleine Leiste ist sicherlich für einen recht leichten Boulderer mit dünnen Fingern viel besser zu halten. Man darf hier die Tür nicht so stark aufgehen lassen und den so gering wie möglich gehaltenen Schwung trotzdem gleich mit zum nächsten Griff nehmen. Der ist dann wieder gut. Der Versuch war allerdings nicht erfolgreich, ihm ist der Ar*** einfach zu weit rausgekommen :>




