Klettern & Bouldern

Klettertraining, Tipps und Tricks rund um den Kletteralltag

Rucksack gesucht Teil1 – Kletterrucksack

Das leidige Thema Rucksack…ich finde, irgendwie ist nichts schwieriger. Kletter- oder Alpinrucksack, Skitourenrucksack, Trekkingrucksack, Wanderrucksack, Eintagestouren, Mehrtagestouren, leicht oder Lastenesel, Netzrücken oder direkte Gewichtsübertragung. Wenn es dazukommt, dass er gewisse Features haben soll, dann gehen die Meinungen auseinander… zumindest eine Trinksystemhalterung hat mittlerweile beinahe jeder Rucksack … Lest weiter zum Teil 1 – Kletterrucksack

Ein Kletterrucksack soll es sein

Obligatorisch für Kletterrucksack: Skihalterungen, Pickelhalterungen, Stockhalterungen und weitere Befestigungsmöglichkeiten, Deckel (Seiltransport), schmaler Schnitt und und und …

Für mich ein wahres Multitalent: Der Deuter Guide. Den gibt’s in 35+ und 45+ Variante, als Guide Lite und jeweils auch als Damenmodell (kürzerer Rücken, schmälere Träger, andere Farben, andere Volumina. Wenngleich der Deuter Guide 35+ nicht unbedingt in puncto Gewicht und Komfort besticht (da gibt es leichtere: Osprey, Lowe, Mammut), so ist doch sein robuster und klarer Aufbau ohne allszuviel Schnickschnack dagegen stichhaltig. Vor allem eine Aufnahme, die Schneeschuhe trägt war für mich wichtig -> das alte Modell des Deuter Guide hat sowas noch, beim neuen muss man die Schneeschuhe seitlich anbringen oder basteln. Der Guide 35+ lässt sich gut tragen, nimmt auch mal mehr Gewicht auf und kann dank seines “normalen Polster- und Rückensystems” als Ein- oder Mehrtagesrucksack dienen. Ab 8 Kilo kommt der Komfort freilich an seine Grenzen, dafür gibt’s dann Trekkingrucksäcke.

Der Tragekomfort des Deuter Guide orientiert sich also am Bergsport, sprich etwa 5-9 Kilo hat man dabei, bei längeren Touren mit Biwaksack, evtl. Schlafsack, Essen und Kocher, Klamotten und genug Wasser  muss man schon genau schauen, was man mitnimmt, da reichen die 35+ Liter nicht mehr ganz so leicht. Eine Skitour am Wochenende ist aber genauso drin wie eine mehrtägige Hüttenwanderung ohne Selbstverpflegung in wärmeren Jahreszeiten.

Interessantes Feature: Ein seitlicher Einschub, um an die Unordnung im Rucksack zu kommen. Da der Guide 35 keine Außentaschen hat, macht es Sinn die Wasserflasche/Thermoskanne direkt an dieser Stelle zu platzieren, man kann hier sehr leicht darauf zugreifen.

Zum Klettern macht es sicherlich Sinn, dass man die Hüftschlaufen wie auf dem Bild hinten zusammenklippt und nur die Schulterträger benutzt. Da stört das Ganze nicht so sehr mit Klettergurt usw.

Obligatorisch sind natürlich allerlei Befestigungsmöglichkeiten wie Materialschlaufen entlang des gesamten Rucksacks. Auch auf dem Deckel finden sich 4 Plastikschlaufen zum durchfädeln für etwaige Schnüre und zur Befestigung einer Isomatte.

Fazit: Schöner Rucksack für alle Jahreszeiten. Egal ob Klettern, leichtes Trekking, Hüttenwandern oder Schneeschuh- und Skitouren.

Gute Alternativen:

Mammut Trion Light 28 (wasserdicht, leicht, total easy auf- gebaut, geiles Teil)

Osprey Variant 37/57 (verschiedene Rückenlängen, komfortabel, leicht, Platzwunder, viele nützliche Details)

Black Diamond Sphynx 42/32 (viele Details, gute Halterungen und Tragesystem, Hüft- gurt abnehmbar)

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