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Rucksack gesucht Teil2 – Trekkingrucksack

Weiter geht’s mit der Rucksackreihe. Heute dran: Trekkingrucksäcke, die Lastenträger unter den Rucksäcken für ausgedehnte Touren mit Kocher, Geschirr, Zelt, Schlafsack und allem anderen, was man auf Reisen und Trekkingtouren so braucht. Auch für geplante Biwaktouren oder Großfamilien, wo der Papa alles schleppt, bewährt sich ein größerer Trekking- oder Tourenrucksack.

Bei Trekkingrucksäcken gibt es neben Deuter natürlich ebenso nennenswerte hochwertige Rucksackehrsteller. Osprey, Tatonka, Gregory und Lowe Alpine machen absolut feine Teile. Wirklich viel tragen kann man mit den Topmodellen Tatonka Bison und Gregory Pallisade oder Whitney (alles Extrem-Trekking bzw. Outdoorrucksäcke für Reisen).

Natürlich sind hier verschiedenste Packriemen für Klamotten, Isomatte, Zelt und Kochzubehör wichtig, genau wie ein großes Deckelfach für Klimmbimm und ein Bodenfach für Klamotten oder Schlafsack. Ein superrobustes Tragesystem lässt das Eigengewicht des Rucksacks schon gerne weit jenseits die 3 Kilomarke gehen, aber dafür kann man ordentlich was reinladen (<20kg bei Tatonka und Gregory kein Problem). Das Response CFS Tragesystem vom amerikanischen Hersteller Gregory gewährleistet eine direkte Lastübertragung auf die Hüfte, verschiedene Längen der Rückensysteme, Schulter und Hüftträger gewährleisten bei einer kompetenten Beratung einen optimalen Sitz. Tatonka und Deuter bauen häufig auf mittels Klettverschluss verstellbare Rückensysteme und bieten hier eine immer verstellbare Rückenlänge, falls die Träger auch mal wechseln. Im leichten Trekking-Bereich sind Deuter ACT Lite super, noch leichter sind Rucksäcke von GoLite (spartanisch, ultraleicht), Osprey (tolles Tragesystem bei minimalem Gewicht, dafür aber auch sehr dünn!) und Lowe Alpine (leicht, gutes Tragesystem), alles maximal bis etwa 12-15 Kilo. Ich stelle euch drei wirklich gute Rucksäcke vor, extrem robust, tragfähig (bis 25 Kilo und darüber kein Problem), groß und komfortabel.

Wichtig sind natürlich auch die Packtipps und kleine Feinheiten des Rucksacks. Schaut einfach selber.

Tatonka Bison


Den Bison von Tatonka gibt es in der “normalen” 75 Liter Variante, in 90 Liter und in EXP 75. Tatonka heißt übrigens in der Sprache der Sioux ebenfalls Bison und ist das “Leittier” der deutschen Firma, die vor allem auch in Armee Bedarf Katalogen mit ihren Produkten vertreten ist. Gerade hier sieht man den Anspruch der Firma: Sicher nicht ultraleicht, dafür aber ultrastark und robust sowie funktionell. In den Bison geht alles rein, was ihr an Equipment braucht und wer eine Weltreise machen möchte und nicht auf Zelt, Schlafsack, Outdoorküche und gesamten Kleiderschrank sowie noch Platz für Mitbringsel verzichten möchte, greift zum 90 Liter Bison.

Ausstattung: Deckel mit zwei Taschen (eine First Aid Tasche mit Notfallaufdruck), Schlüsselanhänger, Bodentasche für jede Schlafsackgröße, Karten Fronttasche, Fronteingang, 2 seitliche Balgtaschen, Eispickelhalterung, Kompressionsriemen, drei Ansatzpunkte für die Lastkontrollriemen, Fingerschlaufen (sehr angenehm für die Arme!!!), Materialschlaufen, Hüfttasche, integrierte Regenhülle. Hier bleibt wirklich kein Wunsch offen und das Tragesystem (2 Alustreben vertikal, 2 überkreuz, Plastikrückenteil) überzeugt mit extremer Belastbarkeit und enormem Komfort. Im gepackten Zustand hat er eine tolle Standfläche! Ich bin mit meinem extrem zufrieden! Gewicht: 3,4kg, Preis: ab 279,95.

Gregory Pallisade

Gregory ist eine traditionsreiche Marke aus den USA. Schon früh entwarf der Firmengründer als Pfadfinder seine ersten Rucksäcke und trieb später die Entwicklung von “weichen” Rucksäcken in der sich noch in den Kinderschuhen befindlichen Outdoorbranche voran. Weiche Rucksäcke deswegen, weil bis Mitte des letzten Jahrhunderts die Rucksackkonstruktionen nur auf außenliegenden Gestellen basierte. Mehr oder minder Materialtonnen sozusagen.

Gregory ist seither einer DER Marken für hochwertige Trekkingrucksäcke und wartet immer wieder mit durchdachten Features bei ihren Rucksäcken auf, die so kein anderer Hersteller hat. Diese wären einmal eine Flaschenhalterung, bei der man auch ohne den Rucksack abzunehmen an die Trinkflasche kommt. Außerdem verwendet Gregory ausschließlich leichtklippende Klickschnallen (Handschuhtauglich) und verbaut ein rutschfestes Lendenteil für besten Halt des Rucksacks an der Hüfte. Das ausgeklügelte Tragesystem bietet in der Neigung verstellbare Hüftflossen, mittels Klett horizontal justierbare Schulterträger für optimalen Sitz und zwei Verstellmöglichkeiten der Schulterträger. Die Deckeltasche kann soweit ich weiß als Hüfttasche genutzt werden (absolut reisentauglich). Eine Regenhülle versteht sich von selbst sowie wasserfeste Reißverschlüsse und ein verstärkter, gummierter Boden runden diesen absolut wetterfesten Rucksack ab.

Deuter Aircontact Pro

Deuter baut von den drei genannten Herstellern gefühlt am leichtesten. Insgesamt finde ich bei Deuter die Preis-Leistungs sehr gut. Der Aircontact Pro ist das schwerste Modell von Deuter aus Ballistic Ripstop Hexlite 210 und Duratex, also sehr reißfest und dabei tragbar vom Eigengewicht. Die 70+15er Variante wiegt etwas über 3,3 Kilo, der Wahnsinn ist, dass es den Aircontact in 3 Männer- und 2 Damenvarianten gibt, da dürfte für jeden etwas dabei sein zwischen 50+15 und 70+15 Liter. Schön ist, dass man die Modelle stufenlos einstellen kann und sie zusätzlich von vorne packbar sind, Materialschlaufen sind mit an Board und man kann die Deckeltasche als Daypack verwenden (alles zusätzliche Features zum Aircontact). Das Hüfttragesystem polstert gut und mit etwas weniger Gewicht im Rucksack selbst fühlt sich der Deuter Aircontact Pro bei mir etwas beweglicher an, als die anderen beiden. Auch hier sind kleine Details wie leicht zu schließende und öffnende sowie bruchfeste Schnallen immer wieder etwas wert. Der Schnitt ist eher hoch und schmal im Gegensatz zu Gregory (recht breit und tief) und Tatonka (kastiger, super Standfläche). Deuter Aircontact 50+15 gibt’s ab 219,95 bis hin zum 70+15 mit 259,95.

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