Slackline spann dich
Slacklinen ist eine DER Funsportarten der letzten Jahre. Auf jedem Campus, jeder Badewiese, im Park oder in Gärten zwischen zwei Obstbäumen – Slacklines sieht man mittlerweile beinahe überall. Slacklining kommt aus den USA und den schönen National Parks, allen voran dem Yosemite. Hier könnt ihr auf wikipedia.de etwas über Entstehung und die verschiedenen Arten der Slacklines erfahren.
Jetzt gibt’s ein paar Einsteigertipps zum Kauf einer Schlecklein
Allgemeines
Achtet darauf, ob euch das Material anspricht. Günstigere Slacklines haben meist weiche breite Bänder, das ist angenehmer am Fuß. Dafür sind die dünnen weniger dehnfähig, was besser Slacklinen lässt. Hochwertige Schlauchbänder haben weiche Kanten und darin ein hartes Band, diese sind nicht kompatibel zu Ratschen, weil sich die Bänder gegeneinander verschieben und dann die Slackline kaum mehr aus der Ratsche herausgefädelt werden kann.
Anfängerslacklines sind etwa 15m lang, das reicht völlig und ist nicht zu teuer. Wenn man doch mal den ganzen Campus überspannen möchte, sollte man schon etwas Geld investieren, sonst wird das nichts. Hier ein gutes Slacklineangebot zwischen günstiger Mitnahme-Slackline und Profiline.
Die Höhe der Slackline sollte etwa 50cm sein, nicht zu niedrig, sonst steht man in der Mitte auf dem Boden und nicht zu hoch…das können sich Männer genauso wie Frauen denken – äußerst unangenehm! Dann lieber 2m hoch und ne Zwischensicherung auf 4m mit Bandschlinge und Karabiner.
Um etwas anderes als Bäume würde ich die Slackline nicht legen, ich habe schon Eisenpfosten, einbetonierte 12mm starke Schaukelhaken und wirklich massive Gartentorhalterungen verbogen. Auch an Betonpfeilern habe ich mein Glück schon mal versucht. Das hielt ganz gut, aber man weiß nie, wie weit die drin sind und ich möchte so ein Teil nicht aus der Verankerung reißen, wenn ich auf der Slackline stehe…
Ein Baum sollte mindestens 40cm Durchmesser und tiefe Wurzeln haben, also wirklich stark sein. Sonst lockert man die Erde mit dem Baum und beschädigt ihn. Um die Bäume zu schonen muss außerdem etwas Filz oder Teppichboden zwischen die Gurtbänder und die Bäume gelegt werden, wer das nicht tut, ist ein böser Baumbeschädiger!
Jetzt zu den verschiedenen Spannsystemen…
Ratsche, Ankerstich
Das einfachste System ist, Ratsche und Slackline mittels Ankerstich an den Bäumen zu befestigen. Hierzu wird das Band um den Baum gelegt und einfach durch die vernähte Schlaufe gezogen, genauso verfährt man mit der Ratsche. Eine große Ratsche (ca. 30cm bis 55cm Gesamtlänge) bringt gute Kräfte und damit kann auch ein Mädel die Line wirklich hart spannen, bei den kleinen Ratschen braucht man zu viel Kraft. Schließlich fädelt man die Slackline in die Ratsche und zieht sie straff. Danach wird der Hebel entriegelt und es kann „geratscht“ (für alle Bayern: ned ratschn, sondern die Ratsche betätigen!) werden.
Vorteile: Leicht, günstig, schnell und unkompliziert aufzubauen, breites Band schont den Fuß.
Nachteile: Band ist schon durch den Ankerstich leicht verdreht, das wird begünstigt durch die große Ratsche. Es werden eher günstigere Bänder (4-5cm breit) verwendet, diese passen damit besser in die Ratschen (eine dünne Slackline kippelt mehr und läuft nicht geradlinig in der Ratsche). Außerdem sind diese Spanngurtbänder recht dehnbar und schwingen daher sehr stark bzw. haben eine große Eigendynamik.
Eine günstige Slackline von Lost Arrow gibt’s zur Zeit hier.
Ratsche, Schlauchbänder und Schäkel
Eine verbesserte Variante verwendet Schlauchbänder (um die Bäume) und Schraubglieder zum verbinden, meist Schäkel. Es wird kein Ankerstich mehr benötigt. Ansonsten bleibt die Technik gleich.
Vorteile: Slackline hängt nicht schief
Nachteile: Schwerer (Gewicht) und umständlicher aufzubauen (am besten man ist zu zweit)
Länger als 25m brauchen solche Slacklines nicht zu sein, sonst bekommt man sie nicht straff genug und das Slacklinen wird schwieriger. Das liegt an der Ratsche. Am besten spannen große Ratschen, aber diese sind sauschwer und unhandlich zum Mitnehmen, also eher für zu Hause geeignet. Sollte man eine kleine Slackline für den Park brauchen, die man überall mit hinnehmen kann, dann würde ich die erste Variante mit Ankerstich bevorzugen.
Flaschenzüge (für längere Lines und exzessives Slacklinen ohne nachzuspannen)
Hier gibt es unterschiedlichste Varianten der verschiedenen Hersteller. Man benötigt meist Schraubglieder, Umlenkring und Linelocker dafür. Ein Flaschenzugsystem ist eine feine Sache, denn es hat nicht so ein hohes Gewicht wie die Ratsche und funktioniert dabei mindestens genauso gut (je nach Übersetzung auch um einiges besser). Es gibt sogar Flaschenzugsysteme, die man einzeln erwerben kann, um Longlines (ab 25m) zu spannen. Hierfür benötigt man nun kompaktere Slackline-Schlauchbänder, die eine geringere Dehnung haben. Diese Bänder sind oft 2,5-4cm breit, also etwas schmaler, als die einfachen Gurtbänder. Für Longlines oder sog. Highlines (in Schwindel erregender Höhe) werden Schlauchbänder verwendet, in denen zusätzlich ein Gurtband verläuft, das erhöht die Festigkeit und vermindert die Dehnung. Zusätzlich wird noch ein Kletterseil unter die Line gelegt, um bei einem endgültigen Riss die Sicherung übernehmen zu können.
Eine Einsteigerflaschenzug Slackline von Lost Arrow gibt’s hier, eine Profi Slackline mit einzelnem Flaschenzugsystem ist die Mamba Slackline von Anlo Mountain, hier lässt sich der Flaschenzug nach dem Festziehen der Line wieder abnehmen und man erhält eine äußerst fest gespannte Line, die sogut wie keine EIgendynamik mehr hat und keine Fremdkörper (Zugteile, Ratsche, Schäkel) , die wackeln können – für eine wirklich gute, lange und stabile Line!
Und hier gleich mal, was man mit so einer Slackline alles machen kann (es folgen aber noch Trainingstipps von mir :>)




