Klettern & Bouldern

Klettertraining, Tipps und Tricks rund um den Kletteralltag

Stabile Position

Unser Klettern ist wie wir immer wieder feststellen müssen limitiert durch unseren Bewegungsschatz und die Techniken, die wir anwenden. Nur ganz selten reicht einmal die Kraft nicht aus und sollte die Kraftausdauer zu wenig werden, dann haben wir an den vorherigen Zügen nicht genug Energie gespart. Ist zwar etwas überspitzt gesagt, aber im Groben stimmt das so. Wie kriegt man es also hin, mit möglichst wenig Energie möglichst sicher nach oben zu gelangen?

Klettern besteht aus vielen einzelnen Zügen, soweit klar. Wenn man immernur die für einen selbst leichten Routen klettert, kommt man nie dahinter, dass das Klettern sich eigentlich aus verschiedenen Phasen zusammensetzt. Für schwere Routen muss man sich nämlich ordentlich Zeit nehmen, um die bestmögliche Lösung für jede Schwierigkeit zu finden. Mal ist die Stelle leicht und ich brauche mir nicht allzuviel Gedanken zu machen, mal ist die Stelle sackschwer und ich muss stundenlang oder auch Wochen tüfteln, bis ich die richtige Strategie gefunden habe.

Nun aber erstmal zu den einzelnen Phasen der Kletterbewegung, versucht diese einfach das nächste Mal beim Klettern zu erspüren.

Stabilisierung

Die stabilste Position ist mit allen vieren an der Wand, Beine ausgespreizt und sicher plaziert. An kleinen Griffen baut man am besten Spannung über den gesamten Körper auf mit Gegenzugtechniken (im Bild hier z.B. Seitgriffe) sodass man nicht nur “an den Armen hängt”. Im Bild sieht man auch gleich, dass die eigentliche Stabilisierungsphase schon aufgehoben ist, denn der linke Fuß bewegt sich schon Richtung rechts/oben in eine eingedrehte Position.

Was kann man in der stabilen Position machen? -Chalken, Clippen, über den nächsten Zug denken, Griff oder Tritte suchen wenn nötig, dem Partner zurufen, dass er jetzt aufpassen soll, fluchen oder ähnliches…

Vorbereitung

Zuerst noch einmal die Position überprüfen: Komme ich so optimal aus der stabilen Phase an den nächsten Griff, oder muss ich mich neu stellen? Wenn ja, stelle dich neu, am besten Füße hoch, dass du dich gut rausdrücken kannst.

Nach dem Stellen kommt die Anspannung um den Zug zu überwinden. Körperspannung ist hier vor allem wichtig, sonst haben die Arme zu viel zu tun. Versuch maximal viel Druck aus den Beinen zu geben, damit du eine Hand loslassen kannst und zum nächsten Griff langst.

Was macht man während der Vorbereitung? -Fixieren, Konzentrieren!

Aktion

Nochmal den Zielgriff fixieren, dann Hand lösen und mit Spannung nach ihm Greifen. Die Finger fressen sich sofort in den Fels und du gibst die Körperspannung nicht auf, sonst machts “fatz” und du schmierst ab. Bei dynamischen Zügen muss die Hand genau im “toten Punk” der Bewegung den Fels packen, also wenn keine Aufwärts oder Abwärtsbewegung mehr vorhanden ist.

Was macht man in der Phase des Zuges? -Schreien oder Maul halten und einfach nur anreißen.

Füße so schnell wie möglich in eine Stabile Position bringen, gegebenenfalls die zweite Hand auch umsortieren.

Jetzt geht das ganze Spiel von vorne los…

Nochmal als Bildabfolge

Festhalten

Stabile Position suchen und einnehmen

Griff fixieren, Spannung aufbauen

Zug! Dann Füße wieder stellen

Schlagworte: ,

1 Kommentar

Trackbacks

  1. Klettern und Bouldern – Klettertraining

Kommentar schreiben