Klettern & Bouldern

Klettertraining, Tipps und Tricks rund um den Kletteralltag

Zustiegsschuhe

Die Zeit der Zustiege zum Kletterfelsen und zum Bouldern, für Klettersteige und auch nur einfaches Wandern ist wieder gekommen. Für all diese Aktivitäten gibt es seit wenigen Jahren eigene Wanderschuhe und gerade diese Saison boomt der Markt für sog. Zustiegsschuhe oder Multi-Terrain Schuhe.

Zustiegsschuhe – auf was es ankommt

Der Hanwag Approach GTX ist ein schöner,handwerklicher Zustiegs-Wanderschuh mit genau passender Sohle. Superteil.

Bei der Beschreibung fangen wir links oben im Bild an und wandern im Uhrzeigersinn:

  1. Schlaufe an der Ferse zum Anziehen und zum zusammenclippen mit Karabiner. Verstaut die Schuhe am Rucksack während der Klettertour.
  2. Fersenzug. Um frontal stabil stehen zu können, darf der Schuh nicht vom Fuß rutschen. Auf optimalen Halt an der Ferse achten, sonst gibts Blasen! Ein Fersenzug verteilt die Kraft in Richtung Sohle.
  3. Gore Tex oder andere Membran. Ein wasserdichter Schuh ist gerade beim Zustieg in der Früh durch eine nasse Wiese extrem angenehm. Auch zum Wandern sicherlich nicht verkehrt (Altschneefelder, kurzer Regen usw.)
  4. Passende Schnürung. Im Falle Approach von Hanwag geht die Schnürung weit nach vorne, da kann man immer perfekt anpassen.
  5. Die sog. Climbing Zone ist eine Profilfreie Zone im Zehenspitzenbereich der Laufsohle. Damit steht man auf glatterem Fels viel sicherer da und kann auch mal kleinere Kanten antreten, ohne dass das Profil “wegflappt”. Alternativ ist die ganze Sohle weniger profiliert.
  6. Der Geröllschutzrand ist nicht bei allen Schuhen dabei, aber sicherlich “nice-to-have”. Dadurch wird der Schuh allerdings auch schwerer und steifer
  7. Über die Sohle kann man sich lang und breit streiten. Eine grute Profilierung sollte sie schon haben aber braucht auch nicht übertrieben Alpin zu wirken. Eine im Laufbereich grobe aber doch leichte, dünne Sohle wiegt weniger, passt sich gut der Felsstruktur an und lässt sich gut wandern.
  8. (Kein Pfeil) Auch über die Steifigkeit kann man sich streiten. Ich mag lieber einen Schuh, mit dem man auch längere Wanderungen über schroffes Gelände machen kann (hierfür braucht man einen härteren Aufbau). Weichere Schuhe haben den Vorteil, dass man eher einen Kletterschuh an den Füßen hat und besser auf Trittlosen Stellen antreten kann.

Beispiele Schuhe

Der Terrex Solo von Adidas ist ein etwas weicherer Schuh mit toller Sohle. Eher geeignet für Felsige Zustiege oder auch einfach für Stadt und Freizeit.

Der Salewa Alp Trainer GTX ist schon ein ausgewachsener Halbschuh für die Berge. Fester Aufbau, griffige Vibram Sohle, Gore Membran, Sohlenrand vorne

Der Five Ten Camp Four punktet mit super griffger (auch Nässe) C4 Stealth Klettersohle, seiner stabilen Fersenkonstruktion (Geröllfelder)

Der Scarpa Gecko Guide ist ein sehr weicher Schuh mit pappiger, dünner Vibram Sohle. Hybrid eines Kletter und Wanderschuhs.

Beispiele Sohlen

Hier sehen wir 3 schöne Vibram Sohlen. Gummimischungen variieren bezüglich Härtegrad und Reibung. Links die “pappige” Sohle des Scarpa Gecko Guide, in der Mitte die des Hanwag Approach – perfekt fürs Wandern und Klettersteige, und dann rechts die des Salewa Alp Trainer GTX – hier ohne ausgeprägte Climbing Zone dafür die Bergsteigertauglichste unter den 3.

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